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KI: Werkzeug und Waffe – Aktuelle Entwicklungen

Einmal mehr dreht es sich heute um KI und deren Folgen — sowie aktuellen Wasserstandsmeldungen dazu.


Klarstellung: Es gibt keine echte KI — nur Sprachmodelle

Einleitend soll heute der Denkanstoß sein, dass es nach wie vor keine künstliche Intelligenz gibt.

Was es gibt, sind so genannte „Sprachmodelle“ (auch LLM — Large Language Models) — die mit dem Wissen des Internets gefüttert sind.

Dieses Wissen kann mit komplexen Anfragen abgerufen und aufbereitet ausgegeben werden — der so genannte „Prompt“.

Vor noch zwei Jahren war das „Prompting“ eine Wissenschaft für sich — heute nicht mehr.

Die Vereinfachung hat hier ihren Einzug erhalten: Immer mehr Parameter können in so einem Prompt verarbeitet werden — und immer ausgereifter werden die Antworten.


Das Problem: KI-Halluzinationen sind allgegenwärtig

Dennoch bleibt Fakt, dass diese Modelle auch ihre Macken haben — und ein Ergebnis nicht per se ungeprüft übernommen werden darf.

Die so genannten „KI-Hallus“ sind also allgegenwärtig — und bescheren einem zuweilen sehr eigenartige Ergebnisse.

Die manchmal so eben gar nicht sein können.

Je nach Anwendungszweck stellt sich die eine KI besser an als die andere. Ich möchte hier die letzten Erfahrungen und auch Entwicklungen mitteilen.


Datenschutz: Leo vs. ChatGPT vs. Gemini

Zum einen ist das Thema Datenschutz ein ganz hoch anzusiedelndes Thema.

Ich habe mir angewöhnt, für das allermeiste „Zeugs“ die Leo-KI zu verwenden — die im „Brave“-Browser integriert ist.

Für komplexe Abfragen und deren Verläufe erfolgt die Speicherung im Browser selbst. Es ist kein Benutzerkonto zur Nutzung notwendig.

Gegenüber ChatGPT und auch Googles „Gemini“ eindeutig von Vorteil:

Hier werden die Daten gespeichert — und zum fortlaufenden Training der Sprachmodelle genutzt.

Das scheint auf den ersten Blick zwar sinnvoll — jedoch sei gewarnt: Zu schnell fließen einem doch kritische Daten über die Finger.

Ein verknüpftes Google-Konto geht es zum Beispiel überhaupt nichts an, wie die genaue Hardware des neuen Firmenservers hier aussieht.


Praktische Anwendung: Sicherheitsaudit mit Leo

Hier habe ich die Leo-KI zu Rate gezogen, um von vorne herein jede noch so kleine erdenkliche Schwachstelle im technischen Aufbau zu finden — und zu eliminieren bzw. so weit wie möglich zu entschärfen.

Für derlei Systeme eine willkommene Hilfestellung — wenn man nicht jeden Chip auf den Einzelteilen in allen Einzelheiten kennt und versteht — zugegebenermaßen.


Programmierung: Vibe-Coding mit KI-Unterstützung

Das Gleiche gilt für die unterstützte Programmierung — so genanntes „Vibe-Coding“:

Ausgehend von einem Vorhaben in einer bestimmten Programmiersprache — welche eigentlich so wie geschrieben auch funktionieren müsste — nur sich in der komplexen Struktur einer aktuellen Webseite völlig anders verhält als erwartet.

Auch hier konnte mit der Leo-KI das Problem gefunden werden — wenn auch erst nach geraumer Zeit, aber immerhin.

In beiden Fällen habe ich die KI dann gebeten, die anonymisierte Lösung in deren Datenbestand aufzunehmen — zur Verbesserung.


Die KI-Widersprüche: Wenn die KI sich selbst widerlegt

Nur kam eben in beiden Fällen auch die Leo-KI mal zu einem Vorschlag zwischendurch, der:

  • (Kurzerhand angewendet — und ging trotzdem nicht)
  • Im nächsten Turn denn gleich widerrufen wurde: „Das darf da so nicht drin stehen!“

Hä? — Ja, warum erzählst du mir das dann?

„Sie haben recht, mein Fehler“ 🙂


Faktenchecks: Gemini als Validierungswerkzeug

Wiederum ist Googles Gemini-KI immer wieder ein willkommenes Werkzeug, wenn es um die Überprüfung gewisser Fakten geht.

Zwar wäre so die generelle Empfehlung im Internet: Viel mehr die Fakten zu überprüfen — und nicht blindlings jeden Scheiß einfach weiter zu glauben und weiter zu verteilen.

Aber das will ich jetzt gar nicht weiter vertiefen müssen — sonst wirds zu politisch hier.


Qualitätskontrolle: Gemini prüft meine Beiträge

Jeden Beitrag dieser Mittwochs-Mahnung lasse ich vor Veröffentlichung von der Gemini-KI prüfen auf:

  • Nachvollziehbarkeit
  • Logik
  • Vor allem: Faktenlage

Natürlich wurde das Internet nicht unter Bill Clinton erfunden — sondern technisch deutlich früher.

Jedoch wurde es unter Clinton für die breite Masse zugänglich und populär.

Das — so nehme ich mir die Freiheit heraus — kann man zum besseren Verständnis auch etwas abkürzen.

Da hat mich Googles KI natürlich ein wenig angeknurrt bei — aber das war okay.

Behauptungen, dass die Erde eine Scheibe wäre, lassen sich nach aktuellen Erkenntnissen jedoch so klar widerlegen, dass es da nichts abzukürzen gibt.

Achja, und die gleiche KI moniert an manchen Stellen meinen etwas polemischen Schreibstil — welcher dann dazu führen könnte, dass derlei Beiträge es evtl. nicht in die Fachwelt schaffen.

Kann ich mit leben — das ist eine Abwägung der Zielgruppe.


Das dunkle Kapitel: KI als Werkzeug der Manipulation

Nun ist die KI aber das perfekte Werkzeug, um Falschmeldungen zu verbreiten — und schon sind wir leider wieder in den USA.

Die Wahrheit wurde vom gleichen Schicksal ereignet wie der Ostflügel vom weißen Haus: Niedergerissen — und etwas Pompöses zur allgemeinen Belustigung der Milliardäre drauf gebaut.

Jetzt gleich vom „Fake-Haus“ zu sprechen — würde Google wohl mal wieder als polemisch einstufen — aber es kommt dem nahe.


Deep-Fakes: Gefälschte Bilder als offizielle Propaganda

Die ersten nachweislich gefakten Bilder sind offiziell vom Haus verbreitet worden.

Spätestens hier kam also die KI zur Manipulation zum Einsatz.

Von vorher verbreiteten Falschmeldungen rund um die Uhr wollen wir mal gar nicht die KI als Urheber lokalisieren — das kann noch auch der eine oder andere untalentierte Redenschreiber gewesen sein.

Mit welcher KI diese gefakten Bilder erzeugt wurden — ist mir jetzt keine Recherche wert.

Allerdings — und dazu braucht man nicht großartig im Thema zu stecken — ist die „Grok-KI“ aus dem Hause X / Elon Musk recht fit und schnell im Erzeugen von Bildern.

Ganz egal, ob man da nur einen Hintergrund weggeschnitten haben möchte — (ich nutze diese zur Grob-Bearbeitung von Produktbildern des Online-Shops) — oder ob man nun als Nutzer der Plattform X auf die Schnelle zu einem hochgeladenen Bild von Frau/Kind/Mann einmal die berechnete Nackt-Version haben möchte — und dann praktischer Weise direkt auf X teilen.


Deep-Fakes als Verbrechen: Wo bleibt die Verantwortung?

Diese so genannten Deep-Fakes sind Gegenstand der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen mehrerer Nationen aktuell.

Im Hause X beruft man sich gegenwärtig auf die Meinungsfreiheit und Recht auf freie Rede hierzu — und gibt sich unschuldig.

Böse Zungen behaupten, dass X bewusst Deep-Fakes von Kindern zulässt, um Aufmerksamkeit zu generieren — und sich damit einen Marketing-Vorteil verschaffen möchte.

Na dann mal gute Nacht.


SpaceX und Musk: Rechenzentren im All?

Wo wir schon beim guten alten Elon Musk sind: Kürzlich war vermeldet, dass SpaceX alsbald fusionieren würde mit der KI aus dem Hause Musk.

(Also so sinngemäß — fragt mich jetzt nicht nach den genauen Unternehmen.)

Was dazu führen soll: Rechenzentren im All zu errichten.

Das klingt nach Phantasterei? Weit gefehlt — ich traue dem Musk das durchaus zu.

Vom Mit-Erfinder von PayPal zu dem, was er heute ist? Durchaus denkbar.

Aber betrachten wir doch, was wir haben:


Die Infrastruktur: Starlink als Grundlage

Mit SpaceX wurde in den vergangenen Jahren ein eigenes Satellitensystem „Starlink“ im All aufgebaut.

Ein leistungsfähiges Internet-Kommunikationssystem — allerdings nicht so frei zugänglich — und durchaus steuerbar durch SpaceX: Wer darf und wer nicht.

Ein paar Rechenzentren in diese bereits dicht besiedelte Infrastruktur zu schießen und zu betreiben — ist aufwendig, aber woran sollte dies scheitern?

Ich habe die Raketen, das Netzwerk, die KI…


Die Kühlung: Ein technischer Vorteil im All

Was dürfen wir daraus erwarten? Nun, so einiges:

Zum einen sind Quantencomputer extrem aufwändig zu kühlen.

Flüssiges Helium muss nahe dem absoluten Nullpunkt gehalten werden, um derlei Gerät zu kühlen.

Das ist technisch extrem aufwendig — und auf unserem Planeten müssen auch erst einmal die vorhandenen Temperaturen mit sehr viel Energie gesenkt werden.

Nicht so im All: Hier ist es in der Regel arschkalt.

Und oft auch sehr heiß — wenn die Sonne direkt auf ein Objekt einstrahlt.

Zumindest die direkte Kühlung von Prozessoren würde also gelingen — die Abwärme ganzer Rechenzentren los zu werden wird allerdings eine echte Herausforderung.

Das James-Webb-Teleskop erfreut sich bei einer Entfernung von rund 1 Mio. km zur Erde zwar bestens gekühlter Umgebung — hat aber auch ein gigantisches Sonnenschutzschild — und produziert vor allem kaum eigene Wärme.


Das Kernproblem: Regulierungsfreie Zonen im All

Das ABER darf natürlich nicht fehlen: Was erreiche ich noch mit extraterrestrischen Rechenzentren?

Unabhängigkeit!

Und zwar von nationaler Gesetzgebung.

Da kann es dem Betreiber relativ egal sein, was Japan, Australien, die EU oder der Senegal für Vorschriften basteln:

Eine regulierungsfreie Entwicklung der KI — und allen anderen schönen Dinge, die BigTech so gerne international durchsetzen möchte — und zum Beispiel die EU als lästig empfindet.


Weltraumrecht: Ein Vertrag von 1967 ist veraltet

Sehen wir uns auf den Webseiten aktueller Hosting-Anbieter um: Ein Serverstandort in XY bedeutet immer, dass an diesem Standort das nationale Recht gilt.

Wessen Recht gilt im Weltraum?

Zwar gibt es den „Weltraumvertrag“ (Outer Space Treaty) — aber wie soll der Zugriff gelingen?

Für die heutige kommerzielle Dynamik ist dieser Vertrag von 1967 völlig veraltet.

Noch sind dort keine Ansprüche gemeldet worden — zu schwierig wäre es auch noch, diese durchzusetzen.

Noch…

Die Datenpiraterie bekommt also einen recht weit entfernten Schauplatz dazu.


Fazit: Zwei Seiten einer Medaille

KI — immer zwei Seiten der Medaille.


Thinkin ‚bout

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